Die Reina Sofía widmet dem uruguayischen Künstler Luis Camnitzer eine Retrospektive

Die Reina Sofía widmet dem uruguayischen Künstler Luis Camnitzer eine Retrospektive

Das Reina Sofía Museum wurde am vergangenen Dienstag eröffnet Ausstellung «Luis Camnitzer. Hospiz gescheiterter Utopien », eine Retrospektive mit mehr als 90 Werken, darunter Videos, Fotografien, Collagen, Stiche und Installationen des uruguayisch-deutschen Künstlers, ergänzt durch eine Schule, die Camnitzers pädagogische Arbeit lobt.

Diese Retrospektive ermöglicht eine globale und kontextualisierte Vision des facettenreichen Vorschlags entwickelt von Luis Camnitzer über fast sechzig Jahre.

Seine künstlerische, essayistische oder pädagogische Praxis zeichnet sich durch die Auseinandersetzung mit kontroversen Themen unserer Zeit aus. als Kritik der Warenkunstzur Entmystifizierung und Veralterung der Rolle des Künstlers in der Konsumgesellschaft, zu den Strategien, mit denen die Macht ihre Logik durchsetzt und ihre Dominanz aufrechterhält, oder zur Fähigkeit neoliberaler Gesellschaften, Bildung zu einem Propagandainstrument zu machen und damit irrelevant, all dies durch die bedeutende Funktion der Sprache, ihre Mehrdeutigkeiten und Willkür und die evokative Kraft der Bilder.

Mit diesen Werkzeugen möchte Camnitzer die aktive Teilnahme und Beteiligung am künstlerischen Prozess des Betrachters wecken.

Die Show ist rund strukturiert drei Phasen in der Entwicklung des Künstlers: der erste spiegelt den besonderen "Camnitzer-Konzeptualismus" wider, die von der Entmaterialisierung des künstlerischen Objekts ausgeht, aber im Gegensatz zum klassischen Konzeptualismus nicht beim selbstreferenziellen Aspekt oder dem autonomen Zustand der Kunst Halt macht, sondern sich auf die politische und soziale Realität erstreckt.

Die zweite Phase ist das natürliche Ergebnis der vorherigenmit deklarativeren und eindrucksvolleren Werken, bei denen die visuellen Elemente eine größere Bedeutung erlangen. Sie sind diejenigen, die unter der Überschrift "politische Kunst" zusammengefasst werden könnten.

Drittens und zuletzt achtet die Ausstellung auf ihre neueste Produktionaus dem Bewusstsein des allgemeinen politischen Versagens mit dem Triumph des neoliberalen Systems und vor allem aus der Verteidigung einer Kunst, die in völliger Gemeinschaft mit Bildung funktionieren muss und als Lernen, Spekulation, Fragen, Herausforderung, Entdeckung und Aufgabe verstanden wird kollektive Wissenserleichterung.

Geboren in Lübeck (Deutschland) und aufgewachsen in Uruguay, Luis Camnitzer Er hat sich seit den sechziger Jahren in New York niedergelassen, wo er seine künstlerischen, essayistischen und lehrenden Arbeiten ausübt. Derzeit ist er emeritierter Professor an der Universität des Staates New York. Er versteht sich als lateinamerikanischer Künstler, der in die Hauptstadt der zeitgenössischen Kunst verbannt wurde, und ist zweifellos eine Schlüsselfigur in der Entwicklung des Konzeptualismus des 20. Jahrhunderts.

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Video: Conferencia: El museo es una escuela Luis Camnitzer. Uruguay